Sagt das doch gleich!

Wozu hat man immer mal wieder einen Tag frei? Damit man stundenlang vor dem Computer die Folgen kleinerer Unbedachtheiten ausbessern kann. Zum Beispiel ein komplett weggesemmeltes Blog wieder einrichten. Und dabei erfährt man auch immer wieder kleine, aber entscheidende Details über die Upgrade- und Backup-Politik des Haus- und Hof-Providers. Hrrgttnchml…

Heute morgen, die Liebste und ich sitzen beim Freizeitfrühstück, macht das iPhone „Ping“ und verkündet damit fröhlich, dass es eine Mail von Mattias erhalten hat, die ich – sein Einverständnis jetzt mal dreist vorausgesetzt – hier dokumentiere:

Von: 	... (at) mattiasschlenker.de
Betreff: 	Ankündigung einer Hinrichtung? [bezieht sich hierauf]
Datum: 	9. April 2009 08:42:20 MESZ
An: 	... (at) eggers-elektronik.de

*Fatal error*: Allowed memory size of 16777216 bytes exhausted (tried to allocate 279223 bytes) in */mnt/web7/42/79/519379/htdocs/untergeekde/wp-includes/streams.php* on line *180

Du hast also den Strato-Server hingerichtet?

(Inklusive eines Hilfsangebot, für das an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt sei.) — Schnell nachgesehen: tatsächlich. untergeek.de spuckt nur noch PHP-Gift und Server-Galle. Was ist passiert? Ein „informed guess“ sagt mir, dass es wohl mit einem neuen WordPress-Plugin zusammenhängen wird – wie so häufig. Damit hatte ich gestern spät am Abend noch experimentiert.

Nein, das Plugin ist klasse. Der „Broken Link Checker“ findet Links, die schlampig ins Nirgendwo führen, und – für mich wichtiger – nicht existente Bilder in den Posts. Allerdings kann man mit dem Plugin offenbar auch ziemlichen Unfug anrichten; am besten, man macht erst gar keine gravierenden Fehler: Blogger, bleib bei deinen Leisten – respektive bei deinen Pfadnamen.

Ein beherzter Abschuss

Wer in ältere Posts dieses immerhin bis ins Jahr 2006 zurückreichenden Blogs schaut, wird dort immer wieder über fehlende Bilder stolpern – derzeit dürfte das bei allen Artikeln der Fall sein, die älter sind als drei Monate. Das hat mit einer etwas undurchsichtigen Namensgebung auf dem Server zu tun – der enthielt im Stamm-Wordpress-Verzeichnis für Domain 1 einen Ordner „WordPress“, in dem dann wiederum das Stammverzeichnis für Domain 2 untergebracht war. Kapiert? Nein, ich irgendwann auch nicht mehr. Auch die Sache mit der vergessenen Stammverzeichnis-Einstellung sorgte nicht unbedingt für Klarheit – also benannte ich den Stammordner der Domain so um, dass ich ihn sofort erkannte.

Dummerweise enthalten gerade die alten Blogposts eine Menge absolute Pfade. Nicht innerhalb der Adresse untergeek.de – die funktionierte ja zunächst nicht richtig, siehe unten yada yada – sondern absolute Pfade auf dem Heim-Server eggers-elektronik.de. (Wie gesagt: mit dem Kerl den Server teilen, ist kein Vergnügen.) Also ging ich frisch ans Werk, diese hängenden Links wieder richtig anzuknüpfen. Was mit dem Broken-Links-Plugin recht bequem geht – aber irgendwas muss mächtig schief gegangen sein. Vielleicht waren’s auch die Plugin-Updates, die ich gleich noch mitgemacht habe – jedenfalls habe ich damit die WordPress-Installation sauber gemeuchelt.

Hurra: ein Update. Hm: nur teilweise.

Woher ein Update nehmen und nicht stehlen? Schau an: Strato macht automatisch welche. Zweimal täglich, bis vierzehn Tage zurück, reicht ja dicke. – Während die defekte Installation auf die Platte schwappt und das Backup von gestern vor dem großen Abschuss eingespielt wird, mache ich mir Sorgen um den eigentlichen Datenbestand: Was ist, wenn der Fehler irgendwo in der Datenbank steckt? Die FAQ von Strato hat dazu klare Anweisungen: Per SSH oder Telnet einloggen, Backup einspielen. Kompliziert, aber machbar. Nur: warum komme ich verdammt nochmal nicht auf den Server?

Ein Anruf bei Strato klärt die Sache: Zwar gehört eine MySQL-Datenbank zum Funktionsumfang meines Pakets. Nicht aber der SSH/Telnet-Zugang – und damit auch nicht das automatische Backup. Pech gehabt. Zumal das nächst höhere Strato-Paket den SSH-Zugang und die Backups hat, fünf statt einer Datenbank umfasst – und neun Cent im Monat weniger kostet als mein jetziges Paket. Groovy. Schön, ihr hättet mir das vorher verraten, liebe Stratos. Zum Beispiel über eine personalisierte Mail – oder sogar einen automatisierten Umstieg.

Wie man sieht, hatte ich mal wieder Glück – das Dateienbackup hat ausgereicht. Kann ich ja jetzt noch einen Versuch wagen, die Bilder wieder hinzubiegen. Wenn das Blog dann wieder nicht erreichbar ist – ihr wisst ja, woran’s dann liegt.

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