10 Dinge, die ich an dir… Meine Hassliebe zu Apple

Darum beneidet uns der Ami:

  • Um so formschöne und praktische Komposita wie “Hassliebe” (und nicht “love-hate relationship” sagen müssen, relationship, wie das schon klingt, sag mal…)

Darum beneiden wir den Ami:

  • so großartige Personen hervorgebracht zu haben wie den Gründer der einzig funktionierenden Diktatur auf diesem Planeten, Steve Jobs, CEO von Apple, Inc.

Naja. Als Multiplattform-Rechnerzoo-Halter habe ich gegen jedes System meine Manschetten, aber Apple ruft dann doch ganz besonders starke Gefühle hervor. Hassliebe eben. (Und: An einem Apple-Computer über den “Cult of Mac” lästern – das ist doch so sophisticated…) Hier also eine qualifizierte Kritik der reinen Unvernunft.

10 Dinge, die ich an Apple-Computern hasse

  1. Die Leute, die Apple einfach gut finden
  2. Programme extra zumachen zu müssen, nachdem ich schon alle Fenster geschlossen habe.
  3. iPhoto – warum drücken die mir jedesmal iPhoto aufs Auge, wenn ich mein iPhone anschließe? (Jaja, ich weiß.)
  4. Dass man das ‘@’ nur über das L bekommt, was ich vollkommen unverständlich finde, zumal ich immer erst mal auf AltGr-Q drücke und mir damit alle Arbeit abschieße, weil sich das Fenster schließt und alle Browsereingaben weg sind
  5. Sowieso: die Unterscheidung zwischen Ctrl-Taste und Dingens-Taste. (Was soll das überhaupt für ein Symbol sein neben dem Apfel auf der Dingens-Taste?)
  6. Tethering mit dem iPhone. (Was, bitte? Genau. Und daran ist Apple mit schuld, denke ich.)
  7. Wollt ihr wirklich noch ein weiteres Beispiel in Sachen nicht eingehaltene Standards? Bitte: SMB-Server. Und: Bildschirmfotos als TIFF (!)
  8. Mini-Macs verbrauchen “ausgeschaltet” anscheinend ebenso viel Strom wie im Standby-Modus, entnehme ich einer Mac-Zeitschrift. Hey – die paktieren mit der Kraftwerkslobby!
  9. Studiogespräche über das jeweils neueste sinnfreie Apple-Gadget mit den hr3-Kollegen. Erinnert sich jemand an den Macbook Air?
  10. Eben das: dass Apple eine Diktatur ist, ein totalitäres, in sich geschlossenes System ohne viel Verhandlungsbereitschaft. Eine wohlwollende Diktatur, zugegeben.  Aber eben eine Diktatur.

10 Dinge, die ich an Apple-Computern liebe

  1. Dass ich jetzt endlich so arriviert bin, dass ich sie mir leisten kann. (Fresst das, ihr EEE-Dilettanten!)
  2. Dass sich die Leute, die einen haben, auf Konferenzen öfter zum Obst machen, weil garantiert einer von ihnen wieder den DVI- (oder was auch immer)-to-VGA-Adapter für den Beamer vergessen hat und doof aus der Wäsche schaut. Hähä.
  3. Wenn ich das Betriebssystem auf einer anderen Platte haben will, dann kopiere ich’s einfach. Und alles funktioniert, selbst wenn die Platte nur extern per USB dranhängt.
  4. Dass sie so schön wertbeständig sind und auch 10 Jahre nach dem Kauf noch als Computer durchgehen und nicht nur als Türstopper.
  5. Hoher WAF.
  6. Entspiegeltes Display jetzt beim Macbook auch ohne Aufpreis. Beim Macbook Pro. Dem Fünfzehnzöller. But hey.
  7. Die Modelmädels im Gravis-Laden sind viel hübscher als die Pubertätspickeldrüsen beim PC-Palettenschubser.
  8. Multitouch. Clickwheels. Losgelöste Eleganz. All diese irren “User Experience”-Dinge, die sie der Welt gebracht haben.
  9. Dass sie mir ein Interview mit Woz beschert haben.
  10. Ein Apple-II-Computer war meine erste große Liebe. Und die vergisst man ja bekanntlich nie…

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    keine – dieser Post scheint einzigartig zu sein…

6 Gedanken zu “10 Dinge, die ich an dir… Meine Hassliebe zu Apple

  1. Hach, die Apple II im Kepler… wie sie schön ratterten, das Geknatter der 5,25-Zoll-Laufwerke habe ich heute noch im Ohr. Und ich sage nur… “AMIGO”!

    Well, Jan, ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass wir auf die gleichen Rechner getippt haben, wenn auch mit unterschiedlichem Wissensstand. Turbo Pascal ist mir gottlob erspart geblieben. ;-)

  2. …würde inzwischen Hasspunkt Nummer 7 ersetzen durch: Warum kann ich die verdammten “Wollen-Sie-wirklich”-Dialoge nicht durch Pfeiltasten bedienen? Und warum knallen sie gern mal in den Hintergrund und machen dann das ganze Programm unbedienbar? Hä?

  3. Pingback: Die kleinen Dinge: Endlich ein vernünftiger Android-Sperrbildschirm | untergeek

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