Who the f*** is 900?

Den 900 modden? Im Lichte des 901 eine eher verschwommene Perspektive (Bild: Asus/untergeek)Ein hübsches kleines Mod-Projekt zum Nachfolgemodell Asus EEE 900? Wäre möglich, ein Freund ist fast auf dem Weg in die USA, und allzu lang ist es dann auch nicht mehr bis zum deutschen Marktstart am 26.6. Aber lohnt sich das? Leider nein.

Am 26.6. wird der Nachfolger des originalen EEE PC auf dem deutschen Markt erhältlich sein – unter dem Namen EEE PC 900 zum Preis von (roundabout) 360 Euro. Er ist technisch identisch mit seinem Vorgänger, bietet aber gegenüber dem ersten EEE PC 701

  • mehr Flash-Speicher: 20GB statt 4GB (in der Linux-Variante, die’s in Deutschland vermutlich nicht gibt)
  • ein verbessertes Touchpad
  • ein größeres Display mit einer Auflösung von 1024×600
  • etwas mehr Power unter der Haube: der Prozessor wird mit 900MHz getaktet.

Wie ja schon ordentlich durch die Blogs gepustet, hat das alles einen gravierenden Nachteil: der technisch ansonsten mit dem 701 identische 900 macht auf Akkupower leider ziemlich schnell schlapp. Zudem: 900MHz kosten tüchtig extra, auch wenn Edelschrauber jkk in seinem Versuch da uneinheitliche Resultate hatte: keine zweieinhalb Stunden, und das war’s. Ein gravierender Nachteil. Nur für ein größeres Display und etwas mehr Flash und in Tateinheit mit 60 Euro Mehrkosten dann doch ein stolzer Preis.

Zumal ja der eigentlich designierte Nachfolger des EEE schon in der Kulisse wartet: der PC 901. Er baut auf einer veränderten Hardware auf, Intels ATOM-Prozessor, und bietet außerdem

  • schnellen WLAN-Datenfunk nach Draft-N
  • eingebautes Bluetooth
  • eine bemerkenswerte Akkulaufzeit

Und: wie man ersten Rezension entnehmen kann, ist der 901 in Sachen Ausdauer aus ganz anderem Holz geschnitzt als sein Bruder: 5 Stunden Arbeit sind realistisch, und das ganz ohne den Riesenakku (auch wenn der im EEE 901 offenbar ein wenig größer ist und zu den alten Akkupacks nicht kompatibel; Asus hat da ein wenig geschummelt.)

Note to self: auf dem nächsten England-Besuch einkaufen gehen – dort gibt’s den EEE 901 nämlich ab 1. Juli. Und es lohnt sich – wenn schon die Bastard-Geeks vom Register es so sehen… Wann Asus den EEE PC 901 auch in Deutschland anbietet – dazu konnte mir die Pressestelle leider bis heute kein Sterbenswörtchen sagen. Angeblich soll es September werden. Lokalisierung ins Deutsche kostet offenbar Zeit…

Einziger Wermutstropfen: all die netten kleine Gadgets, die der EEE ursprünglich vermissen ließ und die man als Löter einigermaßen unkompliziert nachrüsten konnte – Bluetooth, mehr Flash-Speicher, schnelles Draft-N-WLAN – die hat der 901 schon drin. Und er sieht beschissen aus. Muss die nächste Mod sich also um so hirnrissige Dinge wie Tastaturbeleuchtung oder Kameralicht drehen? Stay tuned.

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