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	<title>untergeek &#187; Games</title>
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		<title>Mitbringsel von der gamescom (II): Perverse Freudenknüppel</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Aug 2009 06:23:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>untergeek</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nie war eine Innovation dermaßen demonstrativ abwesend wie die Weiterentwicklung der Bewegungssteuerung auf der GC in Köln.
Dabei war es doch ausgemachte Sache: Dieses Jahr in Köln, da sehen wir das Anfang vom Ende eines alten Freundes: des Freudenknüppels, vulgo: des Joysticks. Hatte ich auch munter behauptet und habe es auch geschafft, einen ganzen Tag mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nie war eine Innovation dermaßen demonstrativ abwesend wie die Weiterentwicklung der Bewegungssteuerung auf der GC in Köln.</p>
<p>Dabei war es doch ausgemachte Sache: Dieses Jahr in Köln, da sehen wir das Anfang vom Ende eines alten Freundes: des Freudenknüppels, vulgo: des Joysticks. Hatte ich auch munter behauptet und habe es auch geschafft, einen ganzen Tag mit nur sehr wenig Joystick-Kontakten auszukommen &#8211; dafür habe ich mich als wild mit den Armen flatterndes Wii-Huhn zum Obst gemacht, mir den Wii-Controller um den Oberschenkel schnallen lassen, damit die Mädchenkonsole mal zeigen konnte, was sie so als Personal Trainer draufhat, habe sogar die Wii-Variante des Shooters &#8220;Dead Space&#8221; angespielt; ein Achterbahnshooter, der ziemlich an Schießgalerien auf dem Rummelplatz erinnert.</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-859" title="Sony wollte eine Botschaft von mir. Das war sie: &quot;Where's the Motion Sensor?&quot;" src="http://www.untergeek.de/wp-content/uploads/2009/08/img_0219-112x150.jpg" alt="Sony wollte eine Botschaft von mir. Das war sie: &quot;Where's the Motion Sensor?&quot;" width="112" height="150" />Was ich gerne getestet hätte, aber nicht durfte: Wohin das mit der Bewegungssteuerung führt, wenn man eine vernünftige Plattform testet. Sony-PK, Dienstagabend: Schönes Wetter, Häppchen, ein Gedränge, als stünden U2 oder wenigstens die Stones auf der Bühne, eine merkwürdigerweise vielbejubelte Rezessions-PS3 (20% schlanker, 25% billiger) &#8211; aber zum geplanten &#8220;Motion Controller&#8221; nur der Satz: Den zeigen wir dann in einem Monat in Tokio.  Suuuper. Bei Microsoft hinter den Kulissen bedauerndes Schulterzucken: Project Natal, die vielfach befabelte Kamera-Sensor-Kombi für wirklich immersives Spielverhalten? Dazu sage ich nicht mal, dass wir nichts dazu sagen; bedauere. Und auch Godgamegott Peter Molyneux, den ich zu seinem neuen Projekt Fable 3 <a href="http://mp3.podcast.hr-online.de/mp3/podcast/hr_info_explorer/hr_info_explorer_20090821.mp3">interviewt habe</a> &#8211; und im Anschluss gefragt, ob denn Fable 3 möglicherweise auch mit Natal-Integration daherkommt, antwortete nur britisch trocken: &#8220;You don&#8217;t expect me to answer that, do you?&#8221;</p>
<p>Und doch habe ich ein todsicheres Indiz gefunden, dass die Zeit des Freudenknüppel sich neigt &#8211; der Niedergang einer Kulturtechnik zeigt sich in ihrer nostalgischen Perversion. Für die Wii, die Einzig Wahre Konsole in der Käufergunst, hat Capcom ein Oldschool-Prügelspiel vorgestellt &#8211; mit einem Aufsatz, einem Zusatzgerät. Mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Competition_Pro">Competition-Pro</a>-artigem Joystick und mit schönen großen runden Mash-Buttons. Sogar Button-Töne kann man zuschalten. Wow: <em>Ein Freudenknüppelsimulator.</em> Fast ganz wie früher, ey.</p>
<p><img class="size-large wp-image-860 alignnone" title="Der Joystick-Simulator war leider schon weg, als ich ihn bei Capcom fotografieren wollte" src="http://www.untergeek.de/wp-content/uploads/2009/08/img_0225-236x315.jpg" alt="Der Joystick-Simulator war leider schon weg, als ich ihn bei Capcom fotografieren wollte" width="236" height="315" /><strong>Verwandte Artikel:</strong>
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</ul>
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		<title>Mitbringsel von der Gamescom (I): Iranische Actionspiele</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 20:32:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>untergeek</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was der untergeek wusste: Dass Computerspiele entwickeln ein verdammt hartes Geschäft ist, mit Risiken wie sonst nur in der Filmindustrie. Was der untergeek auch wusste: Dass der Iran neben seinen rückwärts gewandten Gläubischen auch überproportional viele Netzbürger hat und hervorragende Programmierer. Was der untergeek nicht wusste: dass der Iran auch eine eigene Spieleindustrie hat – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was der untergeek wusste: Dass Computerspiele entwickeln ein verdammt hartes Geschäft ist, mit Risiken wie sonst nur in der Filmindustrie. Was der untergeek auch wusste: Dass der Iran neben seinen rückwärts gewandten Gläubischen auch überproportional viele Netzbürger hat und hervorragende Programmierer. Was der untergeek nicht wusste: dass der Iran auch eine eigene Spieleindustrie hat – mit sehr eigenen Problemen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-852" title="iran-stand" src="http://www.untergeek.de/wp-content/uploads/2009/08/iran-stand.jpg" alt="iran-stand" width="640" height="480" /></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Wer Prince of Persia 3D mochte, wird auch Quest of Persia mögen – soweit man das vom Trailer her beurteilen kann: Da sehen Charaktere und Bewegungen doch sehr vertraut aus – und sehr Nineties. Okay, die Engine ist nicht mehr up to date, das wissen wir auch, sagt mir der freundliche Entwickler von <a href="http://www.puyaarts.com" target="_blank">Puya Arts Software</a> am Stand des Verbands der iranischen Spieleindustrie;  für die nächste Produktion bauen wir eine moderne Engine ein. Aber die alte Engine hat eben nicht viel gekostet; und dann erläutert er mir die ganz besonderen Herausforderungen für seine Branchenkollegen im Lande.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><a href="http://www.questofpersia.com"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-855" title="Screenshot aus &quot;Quest of Persia 2: Lotfali Khan Zand&quot; (Q: www.questofpersia.com)" src="http://www.untergeek.de/wp-content/uploads/2009/08/qop2_ss10-2-150x150.jpg" alt="Screenshot aus &quot;Quest of Persia 2: Lotfali Khan Zand&quot; (Q: www.questofpersia.com)" width="150" height="150" /></a>Nein, nicht die Zensur. Eher verständnislos sieht er mich an, als ich frage, ob Computerspiele für den Geschmack der Theokratie nicht zu verwestlicht wären. Das Problem ist ein anderes: Ein Spiel wie „Quest of Persia“ kann Puya Arts für 6 Dollar 50 auf den Markt bringen. Und dann konkurriert es dort mit den Spielen, die auch bei uns über den Tisch gehen; mit – sagen wir mal: dem <a href="http://www.untergeek.de/2008/04/ungeduldverursacher-assassins-creed/">Assassinen-<span style="text-decoration: line-through;">Langweiler</span>Blockbuster</a> aus Kanada. Für 1 Dollar.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-decoration: none;">
<p style="margin-bottom: 0cm; text-decoration: none;">Die iranische Regierung hat da nämlich diese Politik gegenüber Markenpiraten und Raubkopieren. Das alles interessiert sie nicht, solange nicht einheimische Waren betroffen sind. Würde jemand anfangen, in großem Stil unsere Spiele zu kopieren, könnten wir ihn aus dem Verkehr ziehen lassen, berichtet mein iranischer Gesprächspartner; für die Ware der großen Internationals trifft das nicht zu.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-decoration: none;">
<p style="margin-bottom: 0cm; text-decoration: none;">Was dann eben leider auch heißt, dass die hoffnungsvollen Nahost-Entwickler nicht recht konkurrenzfähig sind.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-decoration: none;">
<p style="margin-bottom: 0cm; text-decoration: none;">Wer möchte, kann das zweite  und englisch lokalisierte „Quest of Persia“ übrigens <a href="http://www.questofpersia.com/lotfali/buy.html" target="_blank">hier online erwerben</a>. Demo <a href="http://www.questofpersia.com/lotfali/demo.html" target="_blank">hier</a>. Bisher verkauft es sich, sagt mein Gewährsmann, mäßig.</p>
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</ul>
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		<title>Über den nachhaltigen zersetzenden Einfluss elektronischer Gewaltspiele auf Jugend und Gesellschaft</title>
		<link>http://www.untergeek.de/2009/03/uber-den-nachhaltigen-zersetzenden-einfluss-elektronischer-gewaltspiele-auf-jugend-und-gesellschaft/</link>
		<comments>http://www.untergeek.de/2009/03/uber-den-nachhaltigen-zersetzenden-einfluss-elektronischer-gewaltspiele-auf-jugend-und-gesellschaft/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 08:08:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Gestern abend beim Tomte-Konzert:

&#8220;Oh mein Gott! Die sehen ja alle aus wie Gordon Freeman!&#8221;Verwandte Artikel:
keine &#8211; dieser Post scheint einzigartig zu sein&#8230;


]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern abend beim Tomte-Konzert:</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-710" title="tomtegordon1" src="http://www.untergeek.de/wp-content/uploads/2009/03/tomtegordon1.jpg" alt="tomtegordon1" width="480" height="360" /></p>
<p><strong><em>&#8220;Oh mein Gott! Die sehen ja alle aus wie Gordon Freeman!&#8221;</em></strong><strong>Verwandte Artikel:</strong>
<ul class="similar-posts">keine &#8211; dieser Post scheint einzigartig zu sein&#8230;
</ul>
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		<title>Porno mit Geschichte? Ein Autorenproblem</title>
		<link>http://www.untergeek.de/2008/10/porno-mit-geschichte/</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Oct 2008 09:09:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#8220;Was unser Spiel auszeichnet, sind glaubwürdige Charaktere und eine packende Story&#8230;&#8221; &#8211; sagt (auf der GC) ausgerechnet Todd Hollenshead, Chef der Ballerpornofirma id software. Klingt ein wenig, als hätte Larry Flynt sich mit Marcel Reich-Ranicki verbrüdert.
Auch im Porno-Geschäft hat man keine besonders gute Erfahrung gemacht mit gut geschriebenen Geschichten und Dialogen &#8211; das ist einfach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_448" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.untergeek.de/wp-content/uploads/2008/10/kb44.jpg" rel="lightbox"><img class="size-thumbnail wp-image-448" title="kb44" src="http://www.untergeek.de/wp-content/uploads/2008/10/kb44-150x150.jpg" alt="Die wunderschöne Steampunk-Tastatur von Jake von Slatt (Q: steampunkworkshop.com)" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Die wunderschöne Steampunk-Tastatur von Jake von Slatt (Q: steampunkworkshop.com)</p></div>
<p>&#8220;Was unser Spiel auszeichnet, sind glaubwürdige Charaktere und eine packende Story&#8230;&#8221; &#8211; sagt (auf der GC) ausgerechnet Todd Hollenshead, Chef der Ballerpornofirma <a href="http://www.idsoftware.com/games/doom/doom3/">id software</a>. Klingt ein wenig, als hätte Larry Flynt sich mit Marcel Reich-Ranicki verbrüdert.</p>

<p>Auch im Porno-Geschäft hat man keine besonders gute Erfahrung gemacht mit gut geschriebenen Geschichten und Dialogen &#8211; das ist einfach nicht, was der Kunde bei einem Pornofilm sucht. Autoren sind teuer. Steckt man das Geld lieber in einen Star der Branche. Warum also sollte das bei games besser laufen &#8211; wo der Kick im Klick liegt? Zumal der Versuch, Original-Inhalte aus Spielen zu verfilmen, bislang eher in der Trashecke liegen blieb &#8211; ich sage nur: <a href="http://filmjournalisten.de/?p=1582">Uwe Boll</a> &#8211; und ich sage voraus, dass auch Geek-Gott Peter Jackson mit seiner &#8220;Halo&#8221;-Verfilmung spektakulär und lautstark auf dem harten Boden der künstlerischen Realität aufschlagen wird.</p>
<p>Und doch gibt es Hoffnung. Zum einen ist da die Erfolgsgeschichte des Comics: vom schnellen Strip in der Zeitung über Allmachtsphantasien für funktionelle Analphabeten zur &#8220;graphic novel&#8221; und anerkannten künstlerischen Ehren &#8211; gerade habe ich den (20 Jahre alten!) &#8220;Dark Knight&#8221; von Frank Miller wieder zurückbekommen und staune zum x-ten Mal, wie gut das Ding ist &#8211; und die Stories von Alan Moore lassen sich vermutlich überhaupt nur im Comic umsetzen. Also, warum soll das mit Spielen nicht auch möglich sein?</p>
<p>Die Einsicht, dass es in Spielen ein paar grundlegende Probleme mit dem Erzählen guter Geschichten gibt, verdanke ich einem längeren Gespräch mit <a href="http://www.cliffhanger-productions.com/team_de.html">Jan Wagner von Cliffhanger Productions</a>. Als da wären:</p>
<ul>
<li><strong><em>Linearität vs. Interaktivität. </em></strong>Entweder man hält den Spieler eng an der Story und beschneidet damit die Möglichkeiten &#8211; all die komischen Säulen, Falltüren und Mauern, die in Half-Life so hinter einem zu- und umfallen. Jan Wagner nennt das &#8220;Straßenbahnspiel&#8221;. Oder man zwingt in einer scheinbar freien Welt den Spieler immer wieder, durch Story-Punkte zu gehen, die dann noch willkürlicher daherkommen &#8211; Gothic 3. Oder man verzichtet  gleich ganz auf eine Story &#8211; und macht das Setting zur Story, siehe GTA.</li>
<li><em><strong>Alternative Story-Verläufe sind verdammt teuer.</strong></em> Bioshock hat zwei alternative Enden, &#8220;The Witcher&#8221; bietet acht verschiedene Enden und ein Netz aus verschiedenen Storypfaden. Nun ist es in Zeiten knapper Produktionsbudgets und <a href="http://www.bitkom.org/files/documents/BITKOM_PK_Gaming_Rede_Mueller_29.01.2007.pdf">kommerzieller Erfolgsraten unter 30 Prozent</a> wirtschaftlicher Selbstmord, Geld für Spieleumwelten auszugeben, die ein Großteil der Spieler nie zu sehen bekommt.</li>
<li><strong><em>Zu kleiner Markt, zu knappe Budgets. </em></strong><a href="http://www.heise.de/newsticker/Hellboy-Regisseur-Computerspiele-sind-in-vielen-Punkten-verbesserungswuerdig--/meldung/114548">Guillermo del Toro</a> ist ein höflicher Mensch &#8211; aber auch ein leidenschaftlicher Gamer, und auf der GC bekam die zweite Eigenschaft die Oberhand, als er das Spiel zum neuen &#8220;Hellboy&#8221;-Film kommentieren sollte. Ein Problem nicht des Produzenten und der Ideen, sondern des Aufwands &#8211; will man eine Geschichte ordentlich umsetzen, muss man A-Budgets aufwenden und nicht B-Budgets; del Toro vergleicht das mit der Frühzeit der Comics. Zu wenig Geld also für gute Geschichten &#8211; ganz besonders hier: Deutschland ist ein kleiner Markt mit kleinen Produzenten &#8211; deutsche Geschichten interessieren einfach zu wenig potentielle Käufer. Hätte man den Deutschen Herbst auch in ein Spiel umwandeln können, ohne flach, gewaltverherrlichend oder didaktisch zu werden? Interessante Frage. Sicher nicht als Ego-Shooter &#8211; was zum nächsten Punkt führt:</li>
<li><strong><em>Die Dramaturgie muss auch als Spielprinzip funktionieren. </em></strong>Oft genug beklagt: es gibt nur eine Handvoll gut eingeführter Spielmechaniken &#8211; Adventure, Plattformspiel bzw. Jump&amp;Run, Shooter, Beat-em-up etc. Die Geschichte muss dazu passen &#8211; eine noch so atmosphärisch erzählte, dichte Geschichte mit flachem Gameplay hat kaum Erfolgsaussichten. (Oh: hat da jemand &#8220;Bioshock&#8221; gesagt? Point taken&#8230;)</li>
<li><strong><em>Schwache Identifikation mit dem Spielecharakter.</em></strong> Gegen das, was meine Spielfigur tun muss, um die Geschichte zu absolvieren, kann ich mich nicht wehren &#8211; darunter leidet die Identifikation. Deswegen sind viele Helden entweder Stereotypen a la Duke Nukem oder Brüder im Geiste von Gordon Freeman &#8211; der Mann ohne Eigenschaften des Digitalzeitalters. Das schwächt die emotionale Bindung an den Spielecharakter &#8211; wie stark die wirken kann, wenn sie wirkt, zeigen Online-Rollenspiele.</li>
</ul>
<p>Trotzdem: Erfolg versprechende Anreize sind da. Und ich bin Markt, zumindest ein Teil davon: ein Blick ins Spieleregal zeigt Max Payne 2, Half Life 2, natürlich Portal (Portal! GladOs &#8211; was für ein Schurke!), Bioshock, Dreamfall &#8211; um nur ein paar zu nennen&#8230;<strong>Verwandte Artikel:</strong>
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		<title>Ungeduldverursacher: &#8220;Assassin&#8217;s Creed&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Apr 2008 17:19:38 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[
Gibt man ja als Journalist nicht gerne zu, aber es gibt schon Goodies, auf die wir geiern. Auf das Rezensionsexemplar von &#8220;Assassin&#8217;s Creed&#8221; für den PC habe ich heimlich gewartet; habe es auch abgefangen, bevor es in die feuchten Finger des jungen Kollegen R.W. kommt, wo kämen wir denn hin; seniority rules. Zu grün und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.untergeek.de/wp-content/uploads/2008/04/creed-dali.jpg" alt="Assassin’s Creed - und die Zeit zerfließt…" hspace="5" vspace="5" align="left" /><br />
Gibt man ja als Journalist nicht gerne zu, aber es gibt schon Goodies, auf die wir geiern. Auf das Rezensionsexemplar von &#8220;Assassin&#8217;s Creed&#8221; für den PC habe ich heimlich gewartet; habe es auch abgefangen, bevor es in die feuchten Finger des jungen Kollegen R.W. kommt, wo kämen wir denn hin; seniority rules. Zu grün und saftig die Vorschusslorbeeren in Spiegel et al.</p>
<p>Stellt sich aber leider heraus: <strong><em>selbst wenn</em></strong> man sich am leicht faschistoiden Inhalt nicht stört (&#8220;Einzelne Baddies killen, damit endlich Frieden sein kann&#8221;), <strong><em>selbst wenn</em></strong> einem die himmelschreiend überflüssige SciFi-Rahmenstory nicht den Nerv raubt: Fakt ist, dass ich zumindest bis jetzt vor allem damit beschäftigt bin, zwischen einzelnen Orten gemächlich hin- und herzuschreiten. Bzw. langsam zu reiten. Um bloß keine Aufmerksamkeit auf die verstohlene Spielfigur zu lenken.</p>
<p>Ein Spiel, das derart deutlich vorsätzlich darauf programmiert ist, Ungeduld auszulösen, habe ich lange nicht mehr erlebt.<strong>Verwandte Artikel:</strong>
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</ul>
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		<pubDate>Sun, 26 Aug 2007 11:39:16 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Er stammt aus Dresden. Er ist überraschend massiv. Er wird das Klima ein Stückchen weiter in den Wandel treiben und beinahe mich ein Stücken weiter in den Wahnsinn. Außerdem ist er Teil eines ziemlich schlechten Deals. Aber ich habe ihn besiegt. Es geht um ein Stück Silizium: im Inneren meines Gamer-Rechners schlägt jetzt ein Doppelherz, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er stammt aus Dresden. Er ist überraschend massiv. Er wird das Klima ein Stückchen weiter in den Wandel treiben und beinahe mich ein Stücken weiter in den Wahnsinn. Außerdem ist er Teil eines ziemlich schlechten Deals. Aber ich habe ihn besiegt. Es geht um ein Stück Silizium: im Inneren meines Gamer-Rechners schlägt jetzt ein Doppelherz, ein Athlon64 X2-6000+.</p>
<p>Ziemlich ausgepumpt war ich vom <a href="http://mp3.podcast.hr-online.de/hronline/mp3/podcast/hr-info_medien_computer/daddeln_bis_zum_umfallen_-_die_games_convention_2007_.mp3?tl=html">Reportereinsatz auf der Games Convention</a> zurückgekommen, und immerhin ein Rezensionsexemplar von &#8220;Bioshock&#8221; im Gepäck. Nur, dass das Spiel meinen Rechner mal wieder knapp überfordert: die zwei-vierer-Taktfrequenz, mit der der Athlon64 im Innern meines PC tickt, wird als Mindestausstattung angegeben. Wär&#8217;s nicht ohnehin mal wieder Zeit für etwas mehr Power? Wo doch die AMD-Prozessoren unter dem Druck der überlegenen Intel-Dual- und Quadcores gerade erfreulich günstig sind. Also 139 Ocken für eine Tray-Variante losgemacht, irgendwo ist doch sicher auch noch etwas Wärmeleitpaste; Kühler geputzt, gesalbt, neu eingebaut &#8211; läuft.</p>
<p>Beim ersten Mal.</p>
<p>Als der Rechner, inzwischen mit allen möglichen BIOS- und Windows-Treiberupdates versehen, wieder bootet, schaltet er beim ersten Bootbildschirm komplett ab. Reproduzierbar.</p>
<p>Der erste Verdacht richtet sich natürlich auf die Kühlung: einen Kühlkörper aufsetzen &#8211; das kann schon mal schief gehen, im Wortsinne: die Alu-Fläche hat dann nicht genügend Kontakt mit dem Prozessorgehäuse und leitet die Wärme nicht richtig ab. Nur: das BIOS kann die Prozessortemperatur anzeigen, und es zeigt sie mit heimeligen 55 Grad an. Auch die Boardtemperatur ist im grünen Bereich. </p>
<p>Was ist los? Windows allein und seine Treiber trägt nicht die Schuld; Linux schaltet genau an derselben Stelle im Bootprozess ab. Habe ich etwas zu optimistisch an den BIOS-Einstellungen herumgedoktert? Eigentlich weiß man ja, dass man BIOS-Optimierungen immer nur Schritt für Schritt macht: einstellen, aufschreiben, booten, ausprobieren, und dann erst zur nächsten &#8211; nicht alle auf einmal. Nur stelle ich doch immer alles auf einmal um, weil ich keine Geduld habe. Aber auch mit konservativsten Einstellungen schaltet der neue Prozessor sich und den Rechner komplett ab.</p>
<p>Der Physiknobelpreisträger und Über-Geek Richard Feynman beschreibt in seinen <a href="http://www.amazon.de/belieben-scherzen-Abenteuer-neugierigen-Physikers/dp/3492213472/ref=pd_bbs_sr_1/302-3112947-4257618?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1188230433&#038;sr=8-1">Memoiren</a>, wie er ein Radio gewissermaßen durch Denken repariert. Zeit, sich am großen Feynman ein Beispiel zu nehmen: warum schaltet der Rechner ab? Beobachtung: beim Anspringen der Grafikkarte. Und der gesamte Rechner schaltet ab, nicht nur das Board. &#8211;  Hypothese: Ist am Ende das Netzteil zu schwach?</p>
<p>Es stellte sich heraus, dass der neue Prozessor <a href="http://www.hardwareschotte.de/bewertung/proid_8038329/AMD+Athlon+64+X2+6000+ADX6000IAA6CZ.html">bis zu 125 Watt Leistung verbrät</a>, schon der Durchschnittswert von rund 90 Watt liegt 30 Watt über dem, was der alte Athlon64-3800 geschluckt hat. Und das treibt das alte 300-Watt-Netzteil über die Kante. Nicht immer, aber immer wieder. </p>
<p>Neues Netzteil besorgt, eingebaut, läuft. &#8220;Guter Deal&#8221;, hämt meine Liebste. Ein Spiel für 40 Euro umsonst &#8211; aber 170 Euro für neue Hardware. Arbeitszeit nicht gerechnet. Und der neue Doppelkern heizt Raum und Atmosphäre auf. Auch die Gamer tun etwas für den Klimawandel.</p>
<p>(Wie zum Hohn schaltet sich der Rechner wieder ab &#8211; nach dem Durchlauf der <a href="http://www.theprodukkt.com/debris">.debris</a>-Demo. Aber das liegt sicher bloß an den abenteuerlichen Demo-Hacks. Oder ist ein thermisches Problem. Sicher.)</p>
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		<title>Atari VCS 2600: der PC meiner Träume</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Sep 2006 07:34:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>untergeek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Atari2600PC]]></category>
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		<description><![CDATA[Endlich! Bei Ebay finde ich eine alte Atari-Konsole. Die Zweitausendsechshunderter im originalen Holzfurnier. Man zeige mir einen Gamer meiner Generation, bei dem dieses Gerät nicht Hände und Augen feucht werden lässt. Dabei hatte ich selbst nie eine &#8211; nur ein Bekannter, den ich nicht mochte, weil seine Eltern ihm so ziemlich alles in den Arsch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich! Bei Ebay finde ich eine alte Atari-Konsole. Die Zweitausendsechshunderter im originalen Holzfurnier. Man zeige mir einen Gamer meiner Generation, bei dem dieses Gerät nicht Hände und Augen feucht werden lässt. Dabei hatte ich selbst nie eine &#8211; nur ein Bekannter, den ich nicht mochte, weil seine Eltern ihm so ziemlich alles in den Arsch schoben und dieser Arsch entsprechend fett war. Also stand ich samstags im Horten mit anderen Jungs in der Spielwarenabteilung, weil man da auf einer Spielkonsole stundenlang &#8220;<a href="http://www.ataritimes.com/2600/reviews/empire.html" target="_new">Empire strikes back</a>&#8221; spielen konnte. Als ich dann selbst meinen Apple ][ hatte, habe ich Wochen damit zugebracht, Spielsprites für Rebellen-Gleiter zu kopieren und Programmgerüste zu&#8230; pardon, ich schweife ab.<br />
<img src="http://eggers-elektronik.de/cgi-data/weblog_basic/uploads/2006/09/1f_1.JPG" alt="Atari 2600 CX klassisch" /><br />
Was will ich heute mit dem Ding? Als Konsole ist es, da sind wir uns glaube ich einig, nicht mehr zumutbar. Und wer auf Pixelwüsten steht: Emulatoren wie MAME oder <a href="http://www.atariage.com/2600/emulation/index.php?SystemID=2600" target="_new">Stella</a> machen viel mehr Spaß, weil sie auf modernen PCs laufen, mit allem Komfort. Aber: warum nicht moderne PC-Hardware in das ehrwürdige Gehäuse bauen? Das famose Alltags-Hacker-Magazin <a href="http://www.makezine.com/02/atari/" target="_new">MAKE</a> macht&#8217;s vor &#8211; nur mit der verbauten Hardware bin ich nicht einverstanden. Während dort ein niedrig getakteter VIA-Prozessor seine leisen Dienste versieht, erwarte ich Hardware, die leistungsfähig genug ist, um einen Mediacenter-PC zu betreiben, also z.B. in Echtzeit codieren und decodieren kann. Ein Core-Duo-Rechner wäre nicht schlecht &#8211; mein Mini-Mac beweist, dass es sogar in noch wesentlich kleineren Gehäusen funktioniert.</p>
<p>Folgende Spezifikationen möchte ich erfüllen:</p>
<ul>
<li>Das Original-Gehäuse sollte äußerlich nicht modifiziert werden</li>
<li>Leistungsfähige Hardware, am liebsten mit Core-Duo-Prozessor</li>
<li>Geräuscharme Kühlung, um wohnzimmertauglich zu sein</li>
</ul>
<p>Okay, die einfachste Lösung wäre: den Mini-Mac zerlegen und in das Atari-Gehäuse setzen. Das allerdings wäre eine grobe Unsportlichkeit. Eventuell werde ich bei Laptop-Hardware fündig &#8211; ein Laptop mit beschädigter Tastatur und/oder Display als Ausgangspunkt. Ob ich nochmal zum <a href="http://www.untergeek.de/2006/09/putzattacke-totet-tastatur/">Scheibenklar</a> greifen soll?</p>
<p>Alles steht und fällt mit wenigen Zentimetern: Das Atari-Gehäuse erlaubt maximal 21cm Tiefe, deshalb fallen die weit verbreiteten Micro-ATX-Boards aus. Wegen dreier Zentimeter. Schade. Nach etwas Sucherei weiß ich: das einzige gängige Platinen-Format (pardon: der kompatible Mainboard-Formfaktor) heißt Mini-ITX und misst 17x17cm. Eine Erfindung von Via, und tatsächlich hat der MAKE-Bastler ein solches VIA-Board verbaut.</p>
<p>Eine Alternative findet sich nach einigem Suchen bei AOpen &#8211; eine Firma, die schon auf einer Intel-Messe Anfang des Jahres stolz einen Mac-Mini-Klon gezeigt hatte, ein wohnzimmertaugliches Zigarrenkästchen. Leider, so mussten die Asiaten zugeben, tickte damals noch kein Core Duo im Innern wie bei Apple &#8211; inzwischen haben sie entsprechende Boards aber im Programm. Sie sind leider teuer: mit fast dreihundert Euro stehen sie bei einem Großversender im Programm; immerhin ab Werk lieferbar.</p>
<p>Wenn man alle Komponenten zusammenrechnet &#8211; Prozessor, Platte und Slimline-DVD-Brenner inklusive &#8211; ist man bei über siebenhundert Euro. Es lohnt sich also immer noch nicht, einen fabrikneuen Laptop zu schlachten. Aber <strong>warten</strong> lohnt sich: da ich das Projekt vermutlich sowieso erst in einigen Wochen angehen kann, ist es ja nicht unwahrscheinlich, dass neue Hardware auf die Preise drückt. Und die Speicherpreise sollen bis November auch wieder ihren Höhepunkt überschritten haben.</p>
<p>Drei Sonderpunkte sind mir bei der Reinigung und Vermessung des Atari-Gehäuses noch aufgefallen; beide harren der Lösung: zum einen wäre eine effiziente und leise <em>Kühlung</em> nett &#8211; je leiser, desto besser; immerhin der Schlüssel zu einem hohen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Woman_Acceptance_Factor" target="_new">WAF</a>-Wert. 34 Watt Prozessorleistung wollen abgeführt werden; vom integrierten Grafikchip und der sonstigen Restwärme des winzigen Boards ganz zu schweigen. Der MAKE-Macher bescheißt sich um diesen Punkt ein wenig herum.</p>
<p>Zweitens &#8211; Achtung: Spießer! &#8211; entspricht so ein Rechner ohne Gehäuse-Abschirmung natürlich überhaupt nicht den CE-Vorschriften. Da muss eine Lösung her.</p>
<p>Zum dritten wäre da noch mein Wunsch, ein zweizeiliges Display zu integrieren; irgendwo liegt noch ein Fluoreszenzröhren-Prototyp aus den frühen 90ern, den wir für eine Produktentwicklung getestet haben&#8230; vielleicht tut&#8217;s der; die Aussparung für die Cartridge wäre doch nachgerade ideal.<strong>Verwandte Artikel:</strong>
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