Über untergeek

Early digital immigrant. Father. Maker. Tinkerer. Serendipist. Journalist. Synth nerd.

Niederlagen – auf dem Weg zum Technikfriedhof

Es ist ein schönes Gefühl, Dinge reparieren und instand halten zu können. Der Technik nicht ausgeliefert zu sein. Funktion möglich zu machen.

Es ist ein nicht so schönes Gefühl, durch Blödheit oder Ungeschicklichkeit die eigenen Erfolge sabotiert zu haben. Und wo ich gerade am Aufarbeiten alter Schludrigkeiten bin, kann ich auch gleich das festhalten: Manchmal baut man, wenn man baut, Mist.

Fall 1: der Beamer.

Bei eBay als defekt ersteigert, weil ich aufgrund der Fehlerbeschreibung die Vermutung hatte, da wäre noch was zu machen. Tatsächlich: Bald hatte ich heraus, dass der Projektor an sich völlig intakt war, aber unter einem schlecht montierten Gehäuseschalter litt – so ein Schalter, der beim Öffnen des Gehäuses die Stromzufuhr unterbrechen soll; er unterbrach sie auch gerne einfach so. Über meine Entdeckung war ich so euphorisch, dass ich unvorsichtig und ungeschickt geworden bin und mit dem Schraubenzieher im geöffneten Gerät einen Kurzschluss verursacht habe.

Drei Dinge passierten:

  1. Es knallte gewaltig.
  2. Die Sicherung flog raus und ich saß im Dunkeln.
  3. Vor Schreck riss ich meinen Arm zurück und dabei die Bedienplatine samt Stecker von der Platine.

Natürlich habe ich versucht, das wieder hinzubiegen bzw. zu -löten, aber ohne Erfolg. Tja, einige Sekunden lang hatte ich für praktisch überhaupt kein Geld einen eigenen Beamer.

Fall 2: die Büro-Kaffeemaschine.

Ach, meine gute, alte Saeco Vienna. Ein Sorgenkind von Anfang an, und dann: treu, brav, verlässlich. Bewährte Koffeinspenderin für einen guten Teil des Büros, und bei kleineren Wehwehchen mit etwas Liebe immer wieder zur Arbeit zu bewegen. Da sie das zwanzigste Lebensjahr schon hinter sich haben dürfte und sich zumindest in den letzten Jahren bestimmt nicht gelangweilt hat, ist das schon eine Lebensleistung. Und doch…

…plötzlich, nur noch Tröpfchen statt eines Kaffeestrahls. Wohl meinende Kollegen rissen laue Witze über Prostataprobleme bei älteren Herrschaften, kurz: es war wieder Zeit. Einen Sonntagnachmittag lang den Küchentisch blockiert, den Fehler gesucht und bald gefunden – wie beim allerersten Mal war es ein Krümel Kaffee, der den Durchflussmesser verstopfte. Schnell beseitigt und gleich noch an die Große Inspektion gemacht, also gereinigt, das Mahlwerk demontiert, Dichtungen ersetzt, zusammengebaut, ausprobiert, gemerkt, dass eine Dichtung fehlte, die Sauerei weggewischt, alles wieder aufgemacht, Dichtung umgesetzt, zusammengebaut, läuft. Super!

Also schnell aus der Wohnung schaffen, damit sie aus dem Weg ist.

Der Denkfehler wurde mir klar, als ich die Maschine am nächsten Morgen auf Arbeit aus dem Auto holte: Es ist kalt, auch in Frankfurt friert es nachts. Das Restwasser in der Maschine war auch gefroren. Und damit sind einige Dichtungen und Schläuche hinüber. Welche, das will ich schon gar nicht mehr erkunden – vermutlich die Boilerdichtung, für die man wirklich, wirklich alles auseinandernehmen muss.

Kofferrauminhalt

Links die erfrorene Kaffeemaschine, rechts der erschlagene Beamer. Und ein Paar alte Autoboxen

Das hier ist also nur noch eine Kofferraumladung Elektroschrott (genauer gesagt: ich habe beschlossen, dass es nur noch Elektroschrott ist), und geht demnächst zum Recyclinghof.

Aufgegeben? Ja.

Hätte ich die Reparaturkandidaten nicht noch einmal reparieren können? Vielleicht. Aber so wie mich der Beamer seit Monaten vorwurfsvoll anguckt, hätte mich auch die Kaffeemaschine vielleicht jahrelang angeguckt, bis ich irgendwann dann doch den Mut und die Zeit gefunden hätte, einen Tag für einen weiteren Reparaturversuch zu opfern. Nenn mich schwach: Ich habe das nicht mehr ausgehalten.

Ärzte, sagt man, können ihre Fehler auf dem Friedhof besuchen. Ich habe meinen zumindest hier im Blog ein kleines Denkmal gesetzt.

Blofeld encoder fix revisited – a correction. (And apology.) 

In which I have to admit that I have been wrong: the encoders in my Waldorf Blofeld synth do need a special lubricant; by cleaning all the grease from them I might have done more harm than good.
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What the digital Prophet missed – iPad control for the Creamware Pro-12 ASB

Wouldn’t it be nice if you had a controller for every aspect of this thing?

Creamware Pro-12 ASB Synth Module

A brilliant virtual-analog recreation of Sequential Circuit’s Prophet-5 – unfortunately, some important parameters can not be reached from the hardware.

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A love letter to Jenny: Tremolo and Key Tracking Mod

This JEN SX-1000 belongs to Stéphane in France, who wrote to tell me of the three mods he did. I have never seen two of them before – a Tremolo control, and variable filter tracking. Which would make Gordon Reid very, very happy.

So here is Stéphane’s letter:

„Hello, here are some modifications for the Jen synthetone SX1000. Nothing is disconnected. Components are added.“

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Serious GAS warning: Stereoping is building a new Matrix controller!

Stereoping Matrix 1000/6/6R controller, preliminary visualization Oct 2016. Source: stereoping.com
Ah, yes, GAS, Gear Acquisition Syndrome. It happens to the best of us. So if the thought of a new hardware super-controller by Stereoping is giving you sweaty palms, especially as you learn that it will also be available for Microwave, MKS-80, and Rhodes Chroma, you’d better not read on. The specs I’ve got for you would only make you GAS much, much worse.
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A new glide pot for Jenny

A bit of TLC for my oldest synthesizer: Jenny is getting a new potentiometer. As the synth’s pots were rather cheap, open types that gather dust, and are 40 years old now, they have become all scratchy and jumpy. As I have mentioned before, I am not the greatest fan of Kontakt spray and similar solvents/cleaners, so I bought replacements. But I never found the time to actually replace them.

JEN SX-1000's

This knob is a good place to start: The „glide“ potentiometer is in charge of portamento, and it is one of the first things that might make Jenny fail (see Neil Johnson’s site). A faulty glide pot means that the synth will only ever play the same note regardless of which key you press. So I did replace that pot, which is pretty straightforward – you’ll find some pictures in this gallery. (It is a 2.2M linear type BTW.)

Overview of potentiometer values

This is an overview of the potentiometer values, some of them are linear, some logarithmic, a few antilog. The most obvious candidates for replacement, apart from the glide pot, would be Frequency (100k) and Resonance (100k) for the filter, and Tune (10k).

Sie machen diese Dinger jetzt wohl lieber aus Metall.

Turbinenrad ist von der Welle losgebrochenDer Grund, warum mein oller, aber treuer Polo neulich höchst melodramatisch mit dampfendem Motor und kochendem Kühlwasser liegen geblieben ist: Das Antriebsturbinen-Rad der Kühlwasserpumpe – also gewissermaßen der Motor für die Kühlung – ist einfach abgebrochen. Dem Mechaniker in der Werkstatt meines Vertrauens ist es spürbar ein Bedürfnis, mir das havarierte Teil zu zeigen. „Inzwischen mache se die nemmer aus Kunststoff“, meint er.

Besser is das.

Extradank an Lars, der uns gerettet hat und nun auch mal in diesem Internet erwähnt ist. 

Whitening Jenny’s smile: Bleaching old synth keys

Jenny – my old 70s monosynth – is a beauty, and I love her knobby face. Her smile, though, has yellowed over the decades. So to make Jenny even more attractive, I decided to try and bleach the keys with hydrogen peroxide.

TL;DR: Effect has been minimal, so it’s probably not worth it. But it was fun. If you try it, make the Retrobright bleaching gel, don’t use a hydrogen peroxide bath. And have a good UV source.

Old keys with a slightly newer key on top of them

Jenny’s keyboard compared to a key from a mid-80s Roland JX8P synth

In School, I used to hate chemistry. Did I mention that I used to hate chemistry? Okay, I did (when successfully reviving Jenny’s keyboard contact springs by cooking them)

So here’s what I did.

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Shameless Teaser: Ctrlr editor/librarian/controller panel for Matrix-6/1000

UPDATE: Possemo’s Matrix-1000 panel for Ctrlr has been released and is free to download here.

As teasers go, I’d give it only a 0.3 on the Behringer scale – but it’s for something that I am not directly involved in, so it’s a bit shameless from me. But Chris, who is working on this, has kindly allowed to use these screenshots from his upcoming editor/librarian/controller panel for Ctrlr, the open-source multi-controller. Available for Windows, Mac, and Linux (!)

Granted, there is already a Matrix editor panel, but it’s been in permanent Beta, and Chris’s panel simply looks great, from the layout of the controls, via the Matrix-movie branding, to the randomizer (brought up by clicking on the red pill, of course!). So: stay tuned!

Geekgeschenk mit WAF!

Über den WAF, den „Women’s Acceptance Factor“, habe ich mich schon öfter ausgelassen – eine Umschreibung für die unbestreitbare Tatsache, dass sich tolle Technik für normale Erwachsene nicht immer ganz so toll darstellt und anfühlt wie für den Normalnerd. Um so stolzer bin ich auf dieses leicht nerdige Geschenk: 

Ladestation, weißes Kästchen mit drei Handy-Ruhebänken und Playmobil-Figuren, die die Ladekabel halten
In diesem kleinen Kästchen befindet sich ein Ladegerät, das parallel zwei Android- und iOS-Geräte laden kann und dabei allen Kabelsalat vor den Bewohnern der Wohnung versteckt. (Das Kabel, das an der Seite herausragt, ist nur temporär eingesteckt, um noch einen alten iPod laden zu können.

Wahnsinn: Dieser Handwerker hat Android- UND iOS-Ladekabel dabei. Und muss nicht nochmal zurück in die Werkstatt, um den fehlenden Adapter zu holen.


Die Auswahl der Figuren ist ein wenig zufällig. Ursprünglich wollte ich mal eine gemischt geschlechtliche YMCA-Truppe zum Ladedienst antreten lassen, aber dann fand ich tatsächlich keinen Indianer und hatte die Polizistin verschlampt. Das schnell noch nachgekaufte Überraschungsfigurentütchen enthielt den Magier – passt ja auch ganz gut. 

Die Micro-USB-Ladekabel habe ich mit einem Aufroller eingebaut, der ein ungenutztes Kabel wieder ins Kästchen zurückzieht, für die iOS-Kabel habe ich mir das gespart – die sind ohnehin anfällig genug. Die Bänkchen sind kleine gipserne Kärtchenhalter aus dem Dekoshop, mit Silberlack angesprüht. Wirkt römisch. 

So sieht’s von innen aus: 


Tatsächlich kam das Geschenk gut an und wird seit geraumer Zeit freudig genutzt. Kleiner Nachteil: Die Playmobil-Figuren ziehen die nicht ganz so erwachsenen Frauen in unserer Familie geradezu magisch an – deshalb ist der Laptop festgeklebt, und manchmal muss ich der Kleinsten den Kopfhörer für das City-Girl wieder abjagen.